Pressemitteilung: Wenn Eidechsen umziehen

- Bau der ÖkoSiedlung startet mit Artenschutz-Projekt

- Neuer Lebensraum für Neuntöter und Eidechsen geschaffen

- Erschließung der ÖkoSiedlung im Herbst geplant

 

Hofheim am Taunus/Friedrichsdorf, 18. Mai 2016 – Unmittelbar neben der zukünftigen ÖkoSiedlung Friedrichsdorf wurde ein neues Gebiet für Ausgleichsmaßnahmen und Artenschutz angelegt, das natürliche Lebensräume für zahlreiche heimische Tier- und Pflanzenarten bietet. Neben verschiedenen Vogelarten, wie z.B. dem Zugvogel Neuntöter, werden hier die geschützten Zauneidechsen ein neues Habitat finden. Die Eidechsen werden vor Baubeginn auf dem Areal der ÖkoSiedlung eingesammelt und im Gebiet ausgesetzt, wo sie optimale Lebensbedingungen erwarten. Außerdem wird geprüft, ob auf dem Grundstück der ÖkoSiedlung die nachtaktiven Haselmäuse leben. Ist das der Fall, werden diese an den nahegelegenen Waldrand umgesiedelt, wo sie durch zahlreiche Neupflanzungen artgerechte Lebensbedingungen vorfinden.

Auf 5.000 m² Fläche hat die GEV AG, ein Unternehmen der FRANK-Gruppe, eine Maßnahmenfläche als Ausgleich für den kommenden Bau der ÖkoSiedlung Friedrichsdorf eingerichtet. „Der Schutz von Flora und Fauna hat in der ÖkoSiedlung Friedrichsdorf einen besonderen Stellenwert. Unser Eingriff in die Natur verläuft so schonend wie möglich. Deshalb reichern wir das Areal mit Pflanzen und ökologischen Besonderheiten an, um verschiedenen Tierarten dort eine neue Heimat anzubieten", erklärt Diplom Ingenieur Ronald Klein-Knott, Vorstandsvorsitzender der GEV AG. Ein Landschaftsbauunternehmen ist von der GEV AG beauftragt worden, auf der Fläche neue Obstbäume, Hecken, Büsche und Wiesen anzupflanzen sowie Sand-, Stein- und Totholzhaufen anzulegen. Solange sich die Eidechsen an den neuen Lebensraum gewöhnen, verhindert ein 15 bis 20 cm hoher Amphibienzaun die Rückwanderung in das Baugebiet. Zum Schutz der frisch angelegten Habitate und Anpflanzungen wird das Areal mit einem Knotengitter umgeben, bis die umlaufende Hecke diese Funktion übernehmen kann. Die Ausgleichsmaßnahmen sind von der Unteren Naturschutzbehörde auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft und bestätigt worden.

Mit der Errichtung des Gebietes für Ausgleichsmaßnahmen und Artenschutz ist eine wichtige Voraussetzung für die Erschließung der ÖkoSiedlung geschaffen. Parallel arbeitet die GEV AG mit der Stadt Friedrichsdorf am Bebauungsplan, der die Grundlage für die Bebauung der ÖkoSiedlung ist. „Wir planen die Freimachung des Grundstücks der ÖkoSiedlung im Herbst dieses Jahr. So wird das Areal Schritt für Schritt unter der Begleitung durch kundige Biologen für die Hochbauarbeiten vorbereitet", sagt Ronald Klein-Knott.

Auch in der ÖkoSiedlung selbst werden zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt. Hierzu gehören zum Beispiel die Begrünung der Dachflächen, arten- und strukturreiche Hausgärten, die naturnahe Gestaltung des Parks und die Neupflanzung von ca. 280 Bäumen.

Im Herbst 2016 plant die FRANK-Gruppe außerdem, mit den ersten Vertriebsaktivitäten für die Häuser zu beginnen.

Stadt Friedrichsdorf