Der außerhalb des Geltungsbereichs von Bebauungsplänen und außerhalb des im Zusammenhang bebauten Ortsteils gelegene Teil des Gemeindegebietes.
Im Baugesetzbuch (BauGB) geregeltes Verfahren, das in der in der Planungshoheit der Gemeinden liegt und der vorausschauenden Ordnung der städtebaulichen Entwicklung durch Regelungen zur baulichen und sonstigen Nutzung der Grundstücke dient. Die Bauleitplanung ist zweistufig angelegt: Es wird unterschieden zwischen vorbereitendem Bauleitplan (Flächennutzungsplan) und verbindlichen Bauleitplänen (Bebauungsplan).
Die besiedelte Fläche ist die Summe der Gemeindeflächen, die nicht land- oder forstwirtschaftlich genutzt werden und gleichzeitig weder Wasserflächen noch Ödland sind. Zur besiedelten Fläche gehören die Baugebiete, die Verkehrsflächen, die Erholungs- und Freiflächen sowie die Flächen für Versorgungsanlagen.
Mit diesem Begriff wird die Veränderung der Zusammensetzung der Altersstruktur einer Gesellschaft bezeichnet. Der Begriff ist zunächst weder positiv noch negativ besetzt und kann sowohl eine Bevölkerungszunahme als auch eine Bevölkerungsabnahme bezeichnen.
Die demographische Entwicklung wird dabei von den drei Faktoren Geburtenrate, Lebenserwartung und Wanderungssaldo beeinflusst.
Die Entwicklung der Bevölkerungszahl ergibt sich also aus der Summe des Wanderungssaldo und des Geburten- oder Sterbeüberschusses.
Anzahl der Einwohner pro Flächeneinheit, zumeist ausgedrückt in Einwohner pro Hektar.
Die von einer Anlage ausgehenden Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Wärme- und andere Strahlungen und sonstigen Einwirkungen auf den Menschen und das Ökosystem.
Geringe Aus- oder Benutzung.
Der Begriff wird vor allem in Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Flächen gebraucht, aber auch für andere Flächenarten (z.B. Erholungsflächen).
Gegensatz zu intensiver Nutzung.
Unter Flächenverbrauch versteht man die Umwandlung von bisher vor allem landwirtschaftlich genutzten Flächen in "Siedlungs- und Verkehrsfläche". Dies ist mit Versiegelung der Böden verbunden, die damit dem Naturhaushalt nicht zur Verfügung stehen. Flächenverbrauch ist damit einerseit Verlust von landwirtschaftlicher Nutzfläche und natürlichen Lebensräumen und andererseits Ausdehnung der Siedlungs- und Verkehrsfläche.
Zum Freiraum werden alle natürlichen und naturnahen Räume innerhalb und außerhalb besiedelter Bereiche gezählt. Grünflächen, Parks und Kleingärten innerhalb von Gemeinden gehören ebenso dazu wie Kulturlandschaften (landwirtschaftliche Nutzflächen), Wälder und Gewässer.Freiraumschutz bedeutet daher den Erhalt von Natur- und Kulturlandschaft in ihrer Funktion als Lebensraum von Flora und Fauna, Erholungsraum für den Menschen und Produktionsflächen der Land- und Forstwirtschaft.
Zum Individualverkehr rechnet man alle Möglichkeiten, sich einzeln oder in Privatfahrzeugen fortzubewegen, ob zu Fuß oder mit Fahrzeugen wie Lastkraftwagen, Personenwagen, Fahrrädern, Motorrädern, Mopeds oder Mofas.
Technische und soziale Einrichtungen für die Daseinsvorsorge der Bevölkerung und die wirtschaftliche Entwicklung eines Gebietes (Verkehrsanlagen, Kommunikationseinrichtungen, Ver- und Entsorgung, Soziale Dienste, Bildungs- und Gesundheitswesen, Sport und Erholung).
Dem Stadtentwicklungskonzept ist die Entwicklung eines Leitbildes vorgeschaltet. Ein Leitbild ist eine Vision, eine Perspektive, ein ideelles Bild für eine zukunftsfähige Stadt.
Im weitesten Sinne werden darunter alle Bewegungsvorgänge zwischen Standorten menschlicher Aktivitäten gefasst, die sich in räumlichen Verflechtungen ausdrücken. Unter raumordnerischen Aspekten besonders bedeutsam gelten z.B. die die mit einem Wohnstandortwechsel verbundenen Bevölkerungswanderungen oder die Pendelverflechtungen zwischen Wohnort und Arbeitsplatz.
Begriff aus der Land- und Forstwirtschaft, der eine Wirtschaftsweise bezeichnet, die sicherstellt, daß die Produktionsleistung des Ökosystems für kommende Generationen unvermindert erhalten bleibt. Der Begriff wird nicht einheitlich verwendet und teilweise im Sinn der Erhaltung der Waldfläche, der betrieblichen Wertschöpfung oder des ökologischen Gleichgewichts verstanden. So forderte 1992 die UNCED-Konferenz in Rio de Janeiro, dass generell alle Entwicklungsaktivitäten auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit ("sustainable development") basieren sollen.
Allgemeinzugängliche Beförderung von Personen mit Massen-Verkehrsmitteln im Linienverkehr zur Deckung der Verkehrsnachfrage im Stadt-, Vorort- und Regionalverkehr. Oft wird auch der abgekürzte Begriff ÖPNV verwendet. Als SPNV wird eine Untergruppe des öffentlichen Personennahverkehrs bezeichnet, der an Schienen gebunden ist (Bahn, S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn).
Der Flächennutzungsplan (FNP) stellt die erste Stufe im zweigliedrigen System der bundesdeutschen Bauleitplanung dar.
Als sogenannter vorbereitender Bauleitplan definiert der FNP die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung, in dem er die Art der Bodennutzung für das gesamte Gemeindegebiet aufzeigt. Die besondere Bedeutung des Flächennutzungsplans im Rahmen der Stadtentwicklung liegt in der grundsätzlichen Entscheidung einer Gemeinde darüber, in welcher Weise und für welchen Nutzungszweck (Bebauung, Verkehr, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Erholung, Naturschutz usw.) die vorhandenen Flächen sinnvoll genutzt werden sollen.
Eine Besonderheit stellt der Regionale Flächennutzungsplan dar (Abkürzung: RegFNP). Er kann in verdichteten Räumen oder bei sonstigen raumstrukturellen Verflechtungen die Ebenen Regionalplan und (gemeinsamer) Flächennutzungsplan in einem Planwerk zusammenführen. Der erste Regionale Flächennutzungsplan in der Bundesrepublik wird momentan für die Region Rhein-Main vom Planungsverband Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main aufgestellt.
Der Begriff umschreibt die soziale Zusammensetzung einer Stadt oder eines Stadtteils, wobei auf Merkmale wie Ausbildung, Alter, Geschlecht, Einkommen, berufliche Stellung, Familiengröße, Wohneigentum u.a. zurückgegriffen wird.
Erkenntnisse über die Sozialstruktur sind z.B. bei der Planung von sozialen Infrastruktureinrichtungen, Wohnfolgeeinrichtungen oder der Sanierung von Stadtteilen erforderlich und hilfreich.
Standortfaktoren sind die Gesamtheit der einen Standort bestimmenden Bedingungen.
Im Ökosystem bezeichnet der Begriff alle äußeren Bedingungen des Lebensraumes, welche in ihrer Gesamtheit den tierischen oder pflanzlichen Organismus beeinflussen.In Bezug auf die Wirtschaft wird der Begriff zur Bezeichnung jener Kräfte benutzt, die ein Unternehmen in seiner Entscheidung für einen bestimmten Standort beeinflussen.
Man unterscheidet "harte" und "weiche" Standortfaktoren. Zu den ersteren gehören z.B. Arbeitskräfteangebot, Absatzmarkt, Rohstoffe oder Transportkosten. Sie haben einen direkten Einfluss darauf, ob ein Betrieb an einem Ort sinnvoll betrieben werden kann.
Die sogenannten weichen Standortfaktoren wie Bildungsangebote, Kultur- und Freizeitangebote oder die Attraktivität einer Stadt oder Region beinflussen etwa, ob Arbeitskräfte auch an einen Ort ziehen möchten, um in einem Betrieb zu arbeiten.
Szenarien stehen am Anfang des Planungsprozesses. Mit ihrer Hilfe sollen Entwicklungsmöglichkeiten in vergleichsweise ferner Zukunft in Abhängigkeit von bestimmten Rahmenbedingungen aufgezeigt werden. Die meistens in natürlicher Sprache gehaltene Beschreibung ist häufig idealisiert und episodenhaft, aber konkret in Hinblick auf Inhalt und Form des Geschehens in der jeweiligen Situation.
Ziel dabei ist es, den Beteiligten am Entscheidungsprozess frühzeitig ein anschauliches Bild über die eigenen Vorstellungen zu vermitteln und sie damit in die Lage zu versetzen, kompetent an der Ausgestaltung des Systems mitzuwirken.
Die Szenariotechnik ist eine Verbindung von kontrollierter Phantasie und konkreter Utopie, basierend auf allgemeinen Tendenzen der Entwicklung.
Unter Zersiedelung versteht man die Errichtung von Gebäuden außerhalb von im Zusammenhang bebauter Ortsteile oder das ungeregelte und unstrukturierte Wachstum von Ortschaften in unbebauten Raum hinein.
Zersiedelung ist ein Teilaspekt der Suburbanisierung; technische Voraussetzung für die flächenhafte Ausdehnung der Siedlungen war das Auto.