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Kapitel 5: Handlungsbedarf

Kernbereich Friedrichsdorf - Einleitung

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Anlass und Rahmenbedingung

In Friedrichsdorf wird von Bürgern, Politik und Verwaltung ein Stadtentwicklungskonzept mit dem Namen Stadt 25+ erarbeitet. Es formuliert konkrete Ziele und Maßnahmen für die zukünftige Stadtentwicklung in den nächsten 25 Jahren und darüber hinaus.

Eine der Arbeitsgrundlagen für das Stadtentwicklungskonzept ist das 2005 beschlossene Entwicklungskonzept für den Kernbereich von Friedrichsdorf. Die dort beschriebene Schließung der Produktionsanlagen der Firma Milupa ist inzwischen eingetreten und hinterlässt in zentraler Lage von Friedrichsdorf eine große Brache. Auf der Fläche soll nun eine Nutzungsmischung von Einzelhandel, Gewerbe und Wohnen realisiert werden.

Dies macht auf Grundlage der vorliegenden Ideenskizze die Überprüfung bzw. Aktualisierung des Entwicklungskonzeptes und ggf. Überarbeitung notwendig. Es sind dabei städtebauliche, funktionale, gestalterische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Entwicklung zu berücksichtigen.

Die Aktualisierung des Entwicklungskonzeptes soll dazu in den Rahmen der Erarbeitung des Stadtentwicklungskonzeptes – Stadt 25+ gestellt werden. Hierzu hat sich als Möglichkeit angeboten, die Aktualisierung des Entwicklungskonzeptes zum Thema eines Workshops zu machen.

 

Arbeitsgrundlage Entwicklungskonzept für den Kernbereich von Friedrichsdorf 2005

Das Entwicklungskonzept für den Kernbereich von Friedrichsdorf aus dem Jahr 2005 bildete die Arbeitsgrundlage für den Workshop 2008. Es benennt Ziele und Eckpunkte einer zukünftigen Entwicklung des Kernbereiches von Friedrichsdorf und bildet damit die Grundlage für weiterführende Bauleitpläne und Vorhaben. Es entstand in vier Sitzungen eines 30-köpfigen Arbeitskreises unter neutraler Moderation. Fachplaner unterstützten die Arbeit durch themenspezifische Beiträge.

 

Ziele und Vorgehensweise Planungsprozess 2008

Die Überprüfung und Aktualisierung des Entwicklungskonzeptes erfolgte in einem zweitägigen Workshop am 15. – 16. Mai 2008. Im Workshop waren gleichermaßen Teilnehmer aus Bürgerschaft, Kommune und Wirtschaft vertreten, wobei sowohl personell als auch inhaltlich die Fortsetzung des Arbeitskreises, der das zugrunde liegende Entwicklungskonzept von 2005 erarbeitet hat, angestrebt wurde.

 

Ergebnis des Planungsprozesses 2008

Der Arbeitskreis legt dem Entwicklungskonzept für den Kernbereich von Friedrichsdorf das Leitbild der "Belebten Innenstadt" zugrunde. Das Leitbild beschreibt, welche Merkmale die Innenstadt von Friedrichsdorf in Zukunft prägen sollen:

Das Zentrum von Friedrichsdorf ist als "Lebendige Innenstadt" durch ein Nutzungsgemisch aus Einzelhandel, Dienstleistung, Gewerbe und städtischem Wohnen geprägt.

Der Einzelhandel nimmt dabei eine zentrale Stellung ein. Die Innenstadt ist durch ein Maximum an zentrenrelevanten Nutzungen charakterisiert, die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes mit Fachgeschäften bildet den Schwerpunkt des Einzelhandels auf dem ehemaligen Milupa- Gelände in Ergänzung zum Angebot der Hugenottenstraße. Kein weiteres SB-Warenhaus am Stadtrand soll dem Einzelhandel in der Innenstadt Konkurrenz machen.

Die Hugenottenstraße und der neu entwickelte Bereich ergänzen sich zu einem lebendigen, vielfältigen Innenstadtbereich mit Einkaufsstraßen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, unterschiedlich gestalteten und belebten Plätzen, städtischem Wohnen und Arbeiten.

Ereignisse wie verschiedene Märkte, das Hugenottenfest, das Oktoberfest, die Sommerbrücke, der Ostermarkt, der Kunstmarkt, u.a. beleben die Stadt zusätzlich. Die Innenstadt von Friedrichsdorf ist ein attraktives Einkaufsziel, das Kunden weit über die Stadtgrenzen hinaus anzieht.

Die zentralen Ergebnisse des Entwicklungskonzeptes werden in Form eines Planes zusammengefasst. In der Plandarstellung sind die räumlichen Konzeptaussagen zusammengefasst. Die räumlichen Aussagen für die Verteilungen der Nutzungen im Kernbereich von Friedrichsdorf sind nicht als flächenscharfe Zuordnungen zu verstehen. Die genaue Abgrenzung bleibt detaillierten Planungen vorbehalten. (...)  

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